Vor alpiner Kulisse bot der Salzburgring am Wochenende packenden Motorsport bei Sonne und Regen. Moritz Groneck siegte doppelt im ADAC Tourenwagen Junior Cup, im ADAC GT Masters triumphierten Zimmermann/Fourie sowie Zulauf/Hirsiger.
Ein Mix aus sommerlicher Sonne und herbstlichem Regen sorgte am Salzburgring für spannende Bedingungen – und für erstklassige Rennen in mehreren Serien. Das ADAC Racing Weekend begeisterte mit starken Leistungen und engen Entscheidungen bis zur Ziellinie.
- Doppelsieg für Moritz Groneck im ADAC Tourenwagen Junior Cup
- ADAC GT Masters: Sieg für Tim Zimmermann/Leyton Fourie im ersten Lauf, Triumph für Finn Zulauf/Felix Hirsiger im zweiten Rennen – vom letzten Startplatz
- Tourenwagen Legenden: Marcus Weege und Thomas Ardelt gewinnen jeweils ein Rennen
- VFV GLPpro: Max Lixl, Scott Kleijsen und Michael Diewald mit den gleichmäßigsten Fahrten
ADAC Tourenwagen Junior Cup: Groneck zweimal vorn
In Lauf 1 der Nachwuchsserie mit identischen VW up! GTI setzte sich Moritz Groneck früh vor Alex Mohr an die Spitze. Eine kurze Safety-Car-Phase änderte daran nichts. Groneck siegte vor Mohr, Rang drei erkämpfte sich Finn Niklas Wollnik mit starken Überholmanövern.
Heat 2 begann turbulent: Wollnik überschlug sich, blieb aber unverletzt. Nach dem Neustart behauptete Groneck die Führung vor Mohr, während dahinter Hannes Ueberfeldt und Lennard Zerbe Druck machten. Kurz vor Schluss drehte sich Groneck, die Verfolger mussten durchs Kiesbett ausweichen. Der Lauf wurde per roter Flagge abgebrochen – gewertet wurde Groneck vor Mohr und Ueberfeldt.
Vom Slalom auf die Rundstrecke: Robin Böhm
Ein spannendes Talent im Feld ist der 16-jährige Robin Böhm, der aus dem Kart- und Automobilslalom kommt (u. a. deutscher Kartslalom-Meister 2022). Sein Fazit zum Wechsel in den Rundstreckensport fällt positiv aus: „Im Slalomsport muss man Dinge schnell umsetzen – das hilft mir jetzt sehr.“ Mit intensivem Simulatortraining und Testtagen gewöhnte er sich rasch an Zweikämpfe und das dichte Feld.
ADAC GT Masters: Strategen und Überholkünstler
Lauf 1: Von Startplatz sieben zum Sieg: Tim Zimmermann und Leyton Fourie (BMW M4 GT3 Evo) setzten auf die clevere Abfolge der zwei Pflichtstopps und profitierten von kürzerer Standzeit beim zweiten Halt. Dahinter überzeugten Emil Gjerdrum/Fabian Dybionka (Ford Mustang GT3) mit Platz zwei vor Kiano Blum/Niklas Kalus (Ford Mustang GT3). Das zwischenzeitlich führende Duo Leo Pichler/Colin Bönighausen (Porsche 911 GT3 R) belegte am Ende ebenfalls Top-Positionen.
Lauf 2: Von ganz hinten nach ganz vorne: Finn Zulauf und Felix Hirsiger (Lamborghini Huracán GT3 Evo 2) pflügten durchs Feld und übernahmen nach dem zweiten Stopp die Führung. Bönighausen setzte im Finale Hirsiger noch unter Druck, musste gemeinsam mit Pichler aber Platz zwei akzeptieren. Rang drei ging an Jamie Alan Day/Baudouin Detout (Aston Martin Vantage GT3 Evo).
Tourenwagen Legenden: Regen, Slicks und späte Entscheidung
Lauf 1: Kurz vor dem Start setzte Regen ein – fast alle wechselten auf Regenreifen. Pole-Setter Altfrid Heger blieb auf Slicks und verlor auf nasser Bahn Positionen. Marcus Weege (BMW M3 E46) siegte vor Thomas Ardelt (Porsche 997 GT3 Cup) und Thomas Weberhofer (Nitec Opel Omega V8 STAR). Heger wurde Sechster.
Lauf 2: Ardelt übernahm früh die Führung, ein Safety Car unterbrach den Rhythmus, doch auch nach dem Restart blieb er vorn. Marcel Hoppe (Porsche 997 GT3 Cup 1) folgte dicht dahinter, Christoph Gürtler (BMW M3 E30) fuhr einen sicheren dritten Platz nach Hause. In der Schlussphase baute Ardelt bei Überrundungen den Vorsprung auf gut vier Sekunden aus.
VFV GLPpro: Gleichmäßigkeit ist Trumpf
In drei Gleichmäßigkeitsprüfungen wurden die konstantesten Runden belohnt. Bei den Tourenwagen/GT gewann in Gruppe 1 Max Lixl (BMW 328i) vor Christian Hausner (Opel C-Kadett) und Markus Lixl (BMW 325i). In Gruppe 2 setzte sich Scott Kleijsen (Mercedes-Benz 190) gegen Maic Germann (BMW E30 327i) und Sofie Bayer (Austin Mini Cooper S) durch. In der Formel-/Sportwagen-Wertung holte Michael Diewald (Caldwell D9 Formel Ford) den Sieg vor Felix Hrach (Lotus 61) und Wolfgang Görlitz (Volkswagen Dallara).
Fazit: Der Salzburgring lieferte mit wechselhaften Bedingungen die Bühne für taktisch kluge Boxenstopps, starke Aufholjagden und packende Zweikämpfe – Motorsport vom Feinsten.