Am Hockenheimring startete das ADAC Racing Weekend in die Saison 2026 mit spannenden Rennen und vollen Starterfeldern. Jan Antoszewski und Alex Mohr holten doppelte Siege, in der STT setzte sich Thomas Westarp zweimal durch. Auch in der GT4, der Youngtimer Trophy sowie der Cup & Tourenwagen Trophy gab es packende Entscheidungen.
Mit einem actionreichen Rennwochenende hat das ADAC Racing Weekend auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg die Saison 2026 eröffnet. In prall gefüllten Starterfeldern setzten sich zahlreiche Favoriten durch – und es gab Überraschungen bis in die letzte Kurve.
Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3: Jan Antoszewski (Porsche 911 GT3 Cup (992)) erwischte den perfekten Start und gewann beide Läufe. Im ersten Rennen blieb das Spitzentrio fehlerfrei, Antoszewski siegte vor Joel Hohmann und Mads K. Ljungberg (alle Porsche 911 GT3 Cup (992)). Im zweiten Heat setzte sich Antoszewski erneut durch. Hohmann musste nach starkem Beginn vorzeitig abstellen, wodurch Pro/Am-Pilot Josef Hrdlicka (Porsche 911 GT3 Cup (992)) auf Rang drei hinter Antoszewski und Ljungberg vorrückte.
Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4: Zwei Rennen, zwei Sieger. Im ersten Lauf holte sich Nikodem Sobczyk (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) nach intensivem Zweikampf den Sieg, während Pechvogel Rasmus Vendelbo (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) später ausschied. Hinter Sobczyk folgten die Pro/Am-Piloten Daniel Reiter und Adrian Wolf (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)). Bruno Görtz (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) fiel nach einer Zeitstrafe auf Platz fünf zurück. Im zweiten Rennen schlug Vendelbo zurück und gewann vor Luka Wlömer sowie Sobczyk.
ADAC Tourenwagen Junior Cup: Alex Mohr feierte einen Doppelerfolg im Markenpokal mit dem VW up! GTI. In Lauf eins übernahm er nach einer Berührung mit dem bis dahin führenden Finn Niklas Wollnik die Spitze und gewann vor Linus Parbel und Matti Klasen. Auch im zweiten Rennen fiel die Entscheidung spät: Nach einem Dreikampf an der Spitze kollidierten Parbel und Wollnik in der letzten Kurve, Mohr siegte erneut. Klasen wurde Zweiter, Rang drei ging an Lennard Zerbe.
Ein intensives Programm absolvierte Bruno Görtz, der parallel im ADAC Tourenwagen Junior Cup und in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 antrat. Trotz starker Pace verhinderten Strafen und Pech bessere Ergebnisse – ein Ausrufezeichen für die kommenden Wochenenden setzte er dennoch.
Spezial Tourenwagen Trophy (STT): Thomas Westarp (Audi R8 GT3 Evo II) holte beide Siegerpokale. Im ersten Durchgang wurde Stefan Wieninger (Porsche 911 GT3 R (992)) zwar als Erster abgewinkt, fiel jedoch wegen eines zu späten Boxenstopps durch eine 60-Sekunden-Strafe auf Rang drei zurück. Westarp erbte den Sieg vor Michael Golz (Lamborghini Huracan GT3 Evo). Im zweiten Rennen führte Wieninger bis zur letzten Kurve, verlor nach Problemen beim Überrunden jedoch die Spitze an den lauernden Westarp. Wieninger wurde Zweiter, Golz erneut Dritter.
Youngtimer Trophy: Große Vielfalt, großer Sport. Im ersten Heat setzte sich Adrian Remmele (Opel Kadett C Coupe GT/E) nach einem packenden Duell gegen Michael Nolte (Opel GT MN) durch. Nolte musste seinen Wagen kurz vor dem Ziel mit gerissenem Gaszug abstellen. Hinter Remmele komplettierten Edy Kamm (Volkswagen Golf II GTI 16V) und das Duo Michael Stams / Heiko Hülsmann (Opel Kadett B 1900) das Podium. Im zweiten Heat lagen die Porsche früh vorn: Ingo Pütz (Porsche 911 RSR) gewann vor Jürgen Rudolph / Heiko Hammel (Porsche 964) und Hans Ulrich Kainzinger (Porsche 964 RSR), nachdem André Kunkel / Michael Funke (Porsche 911 RSR) ausgerollt waren und Edgar/Nick Salewsky (Porsche 911 RSR) P3 nicht verteidigen konnten.
Cup & Tourenwagen Trophy: Mit 39 Fahrzeugen stellte die Serie das größte Feld. Im ersten Rennen setzte sich Sascha Faath durch, gefolgt von Thomas Plum (Porsche 911 GT3 Cup) und Michael Nolte (Porsche Supercup 3500). Lauf zwei wurde zur Beute von Plum: Vom dritten Platz aus überholte er zunächst Michael Fuchs (Mitsubishi Lancer Evo 9) und anschließend den führenden Nolte. Während Plum souverän gewann, fiel Nolte noch auf Rang sieben zurück und Fuchs schied aus. Platz zwei holte Elias Funke vor Roger Vögeli (beide Opel Astra TCR).
Fazit: Der Saisonauftakt lieferte enge Kämpfe, strategische Kniffe und Entscheidungen auf den letzten Metern. Die Weichen für eine abwechslungsreiche Saison 2026 sind gestellt.